2010 07 07 | Pressekritik auf derStandard.at |
2010 07 05 | Pressekritik von Thomas Jorda |
2010 07 03 | Umjubelte Premiere des „Freischütz Von Bromberg“ |
2010 07 01 | Waldbühne wird zur Wolfsschlucht |
2010 06 24 | Proben gehen in die Schlussphase |
2010 06 23 | Mehr als 1000 Kinder sahen das Dornröschen auf der Waldbühne |
2010 06 14 | WNTV drehte während der Proben auf der Waldbühne |
Hexenweg und bekannte Hexenschicksale
Bromberger Hexenweg
Im Jahre 1671 wurde die Brombergerin Afra Schickh in Wiener Neustadt als Hexe auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Wie es in ganz Europa zum Wahnsinn der unmenschlichen Hexenverfolgungen kommen konnte und wie sich damit auch das Schicksal der Afra Schickh vollzog, darüber wird auf dem Hexenweg in Bromberg auf sieben Tafeln in Wort und Bild berichtet.
Den interessierten Wanderer führt ein frei zugänglicher, bequemer und schattiger Weg vom Ortszentrum über rund 3 Kilometer, fernab der Strasse, den Schlattenbach entlang, von Tafel zu Tafel hinein ins Schlattental. Ein freundlicher Gasthof bietet sich dort am Ende des Weges zur Rast an. Gestaltet wurde der Bromberger Hexenweg auf Initiative der Bromberger Malerin Elisabeth Daniel. Ausgeführt wurde er 1999, zusammen mit dem nahe der Kirche gelegenen Hexenbrünnl-Weg, von der Dorferneuerung Bromberg mit Unterstützung der Marktgemeinde Bromberg.
Die sieben Stationen des Bromberger Hexenweges:
1 „Von der Not, dem Satan und dem rechten Glauben ...“
(anno 1600)
2 „Zwey Kinder zu haben sey eben recht, drey seyen zu viel ...“ (soziales Elend, Hunger und Lebenserwartung im 16. Jahrhundert)
3 Wie die weise Afra Schickh in Verruf kam
4 Afra Schickh, die „Höxenmaisterin“
5 Aus dem Hexenwahn wird fester Hexenglaube
6 Gütliche Befragungen und erzwungene Geständnisse
7 Gnadenlose Urteile und grausame Hinrichtungen
Bekannte Hexenschicksale in Europa:
Jeanne d’Arc
Das als „Jungfrau von Orleans“ in die Weltgeschichte eingegangene französische Bauernmädchen aus dem 15. Jahrhundert wurde den Mächtigen durch sein politisches und religiöses Engagement zu gefährlich. Man entledigte sich ihrer, indem man sie kurzerhand als Hexe und Ketzerin auf dem Scheiterhaufen verbrannte.
Agnes Bernauer
Die bayrische Baderstochter wurde 1435 als Hexe angeklagt, weil Herzog Ernst die unstandesgemäße Verbindung seines Sohnes Albrecht mit ihr nicht akzeptierte. Sie wurde in die Donau geworfen. Als sie um ihr Leben kämpfend aus den Fluten auftauchte, wickelte einer der Schergen ihr langes Haar um eine Stange und tauchte sie so lange unter, bis sie ertrank. Das tragische Schicksal der schönen Agnes hat viele Maler und Dichter fasziniert. Friedrich Hebbel schrieb das Drama: „Agnes Bernauer“.
Else Plainacher
Sie ist als „Hexe von Wien“ in die Geschichte eingegangen. Die arme Frau aus Mank in Niederösterreich musste 1583 in Wien auf dem Scheiterhaufen sterben, da man die epileptischen Anfälle ihrer Enkelin für Teufelsfluch und Hexenwerk hielt.
Eifrige kirchliche Exorzisten konnten aus dem Kind gezählte 12.652 Teufel austreiben. Lange Zeit noch galt im Niederösterreichischen der Name „Plainacher“ als Schimpfwort.
Katharina Paltauf
Im 17. Jahrhundert wurde die schöne Gattin des Pflegers von der Riegersburg durch dubiose Aussagen in einen Hexenprozess großen Ausmaßes hineingezogen. Als „Blumenhexe“ hingerichtet, bleibt sie in den Erzählungen der Steiermark lebendig, weil es ihr angeblich gelungen war, mitten im Winter Pflanzen zum Blühen gebracht zu haben.
Katharina Kepler
Als resolute, streitsüchtige Person war sie bereits mehrmals als Hexe unter Verdacht gekommen. Da ihr Sohn der berühmte Astronom Johannes Kepler war, wurde die alte Frau aber verschont und kam mit dem Leben davon.
Maria Pauerin
Das 16-jährige Mädchen aus Mühldorf bei Salzburg starb 1750 als „die letzte Hexe Österreichs“.
Anna Göldi
Wurde 1782 (!) als „letzte Hexe Europas“ im schweizerischen Glarus hingerichtet.